Die Städte Kirchhain und Neustadt stärken ihr Engagement für ein vielfältiges und solidarisches Zusammenleben: Seit November ist eine Integrationsguide eingesetzt, die als zentrale Ansprechperson rund um das Thema Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte tätig ist.
Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales hat mit Mitteln aus dem Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) das Förderprogramm „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge – KISI“ ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, kommunale Strukturen zu fördern, nachhaltige Netzwerke aufzubauen und Maßnahmen der Integration langfristig im Verwaltungshandeln zu verankern, um die gleichberechtigte Teilhabe von Drittstaatsangehörigen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. (Wir berichteten).
Für die Städte Kirchhain und Neustadt übernimmt Anna-Maria Kurz die Aufgaben der Integrationsguides. Ihre Arbeit umfasst die Bedarfsanalyse, den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, die Verbesserung der Kooperation zwischen Verwaltung, Institutionen und Zivilgesellschaft sowie die Entwicklung kommunaler Integrationskonzepte.
Bürgermeister Thomas Groll (Neustadt Hessen) betont dabei die Bedeutung einer sichtbaren Anlaufstelle: „Durch die Integrationsguide schaffen wir eine verlässliche und niedrigschwellige ‘Lotsenstelle’, die Menschen Orientierung bietet, Bedarfe erkennt und Akteure zusammenbringt. Damit stärken wir nicht nur die individuelle Unterstützung, sondern auch unsere gesamtstädtischen Strukturen.“ Frau Kurz steht sowohl für Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationsgeschichte als auch für Netzwerkpartner, Verwaltungsmitarbeitende, Vereine, soziale Dienste und die vielen ehrenamtlich Engagierten als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Neben der direkten Ansprache und Vernetzung der Akteurinnen und Akteure liegt ein Schwerpunkt der neuen Stelle auf der strukturellen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Integrationsarbeit.
Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann unterstreicht diesen langfristigen Ansatz:
„Durch die Arbeit der Integrationsguide können wichtige Strukturen aufgebaut, Prozesse verbessert und Netzwerke gestärkt werden. So wird die Grundlage geschaffen, dass Integration langfristig gelingt. Damit sorgen wir dafür, dass unsere Städte gut aufgestellt sind, um Vielfalt aktiv und nachhaltig zu gestalten.“
Das Förderprogramm setzt dabei vier Tätigkeitsfelder: Ankommensbegleitung, Ehrenamtliches Engagement, Kommunale Verwaltungsstruktur sowie die Synthese von Hauptamt, Ehrenamt und Bevölkerung.
Anna-Maria Kurz bringt langjährige Erfahrung aus der kommunalen Integrationsarbeit mit. In Niedersachsen war sie unter anderem als Leiterin eines Asyl- und Migrationszentrums tätig. Durch ihre berufliche Praxis kennt sie sowohl die Herausforderungen als auch die Potenziale gelungener Integration. „Kulturelle Vielfalt gehört seit jeher zu unserem Alltag. Gerade weil sie in manchen Debatten infrage gestellt wird, ist es wichtig, ihre Chancen sichtbar zu machen und an den Herausforderungen zu arbeiten, um ein offenes und lebendiges Miteinander zu ermöglichen“ so Frau Kurz zu ihrer Sicht auf ihre neue Tätigkeit.
Integration versteht sie dabei als echte Querschnittsaufgabe, die durch das Miteinander vieler Akteurinnen und Akteure gelingt und Offenheit und Bereitschaft sich auf Neues einzulassen von allen Seiten erfordert. In der Stadt Kirchhain ist sie organisatorisch dem Fachbereich 5 Familie und Soziales zugeordnet. In Neustadt arbeitet sie intensiv mit der Gemeinwesenarbeit und dem Familienzentrum zusammen.
Sowohl in Kirchhain als auch in Neustadt bestehen bereits zahlreiche engagierte Strukturen, Initiativen und Netzwerke, die seit Jahren wertvolle Arbeit leisten. Die neue Integrationsguide freut sich darauf, diese Potenziale gemeinsam weiter auszubauen und neue Impulse für ein gelingendes Miteinander zu setzen.
Alle Interessierten sind eingeladen, mit Fragen oder Anliegen Kontakt aufzunehmen und die neuen Möglichkeiten aktiv zu nutzen.
Kontakt:
Anna-Maria Kurz
Borngasse 18, 35274 Kirchhain und Querallee 13, 35279 Neustadt
integration@kirchhain.de; integration@neustadt.de
a.kurz@kirchhain.de, a.kurz@neustadt-hessen.de;
Tel: 0173 3441560