Moorrenaturierung im Wald bei Hatzbach | Aktuelle Nachrichten und Informationen

FICHTEN WEICHEN FÜR DEN KLIMASCHUTZ

 Moorrenaturierung im Wald bei Hatzbach

Im Wald bei Hatzbach beginnt eine wichtige Maßnahme zur Renaturierung eines wertvollen Moorstandorts. Ziel ist es, den natürlichen Wasserhaushalt des Moorkörpers wiederherzu-stellen und damit langfristig einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierar-ten zu sichern.

Im ersten Schritt werden im September dafür Fichten aus dem Bereich des Moores entnom-men. Die Bäume entziehen dem Boden über ihre Wurzeln Wasser und können damit den oh-nehin empfindlichen Wasserhaushalt des Moorstandorts zusätzlich beeinträchtigen. In einer zweiten Maßnahme im nächsten Jahr wird der bestehende Grabenverlauf verfüllt. Der Graben hat das Wasser bislang gezielt abgeleitet und damit einer natürlichen Vernässung des Standorts entgegengewirkt. Durch die Verfüllung soll das Wasser künftig länger im Gebiet gehalten werden und den gesamten Moorkörper durchströmen. Finanziert wird die Maßnahme aus dem Klimaplan Hessen. Damit unterstützt das Land Hessen konkrete Projekte, die einen Bei-trag zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten.

Die Renaturierung dient nicht nur dem Schutz der Artenvielfalt. Intakte Moore sind auch für den Klimaschutz von großer Bedeutung: In dauerhaft nassen Moorböden wird organisches Material konserviert und Kohlenstoff gespeichert. Wird ein Moor dagegen entwässert, kann der gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt werden. Mit der Maßnahme wird somit ein wichtiger Beitrag geleistet, um die ökologischen Funktionen des Moores wiederherzustellen und den Waldstandort langfristig zu stärken.

„Mit der Renaturierung geben wir dem Moor das zurück, was es zum Leben braucht: Wasser. Die Entnahme der Fichten und die Verfüllung des Grabens schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sich der Moorkörper langfristig wieder natürlich entwickeln kann“, erklärt Annika Wilbers, Funktionsbeamtin Naturschutz im Forstamt Kirchhain.