IW-Gemeindecheck: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt? | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Neustadt (Hessen) erreicht Platz im ersten Drittel und Note "Gut"

IW-Gemeindecheck: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?

Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, eine gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote?

Der neue Gemeincheck des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) vergleicht alle 10.817 deutsche Städte und Gemeinden.

Bewertet wurden die Hautkategorie „Daseinsvorsorge allgemein“ sowie die Unterkategorien Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digital und Freizeit.

Zur Methodik: Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen: Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit), Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen), Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen), Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen) und Bildung (Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas). Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen. Der Gesamtrang ergibt sich aus den standardisierten und geclippten Indexwerten der fünf Kategorien.

Neustadt (Hessen) belegt unter den über 10.800 deutschen Kommunen Rang 3.260 und erzielt dabei die Einstufung „Gut“.

Positiv waren die Ränge bei Bildung, Mobilität und Freizeit, ausbaufähig bei Gesundheitsversorgung und Digitalisierung. Hier spielt neben den Schulen vor Ort das weiterführende Bildungsangebot in Nachbarkommunen ebenso eine Rolle wie der Autobahn- und der Bahnschluss. Auch die kommunalen Investitionen in Freizeitangebote wie das Frei- und Hallenbad oder die Sportplätze macht sich bemerkbar. Manko bei der Gesundheitsversorgung ist insbesondere, dass es keine Fachärzte vor Ort gibt.

Bürgermeister Thomas Groll: „Auch wenn man solche Erhebungen vom „Grünen Tisch“ aus natürlich mit einer gewissen Vorsicht bewerten sollte, bin ich mit unserer Platzierung doch recht zufrieden. Neustadt (Hessen) findet sich unter den ersten dreißig Prozent in Deutschland wieder. Dies zeigt mir, dass es sich bei uns insgesamt gut leben lässt. Unsere Anstrengungen im letzten Jahrzehnt schlagen sich positiv wieder. Die Investitionen in Gebäude und Infrastruktur sowie das soziale Netz machen sich bemerkbar. Diesen Weg wollen und müssen wir fortsetzen – auch wenn die finanzielle Lage zukünftig noch enger sein wird als bisher.“

Den IW-Gemeindecheck findet man im Internet unter www.iwkoeln.de.