Bereits am 8. November 1938 zog die SA marodierend durch Momberg, um die Synagoge zu zerstören und die Häuser der dort ansässigen jüdischen Familien anzugreifen. Dass die Synagoge nicht in Flammen aufging, war offenbar ihrer Lage zu verdanken. Aufgrund der dichten Bebauung befürchteten die Anwohner, dass ein Feuer auf die umliegenden Gebäude übergreifen könnte und hielten die SA von der Brandstiftung ab. Nach dem Krieg wurde das Gebäude zunächst als Scheune und später als Abstellraum genutzt. Seit 1988 erinnert eine Gedenktafel an die ehemalige Synagoge in Momberg. Dank umfassender Sanierungsarbeiten des jetzigen Eigentümers konnten die noch vorhandenen wertvollen Decken- und Wandmalereien gesichert werden. Damit bleibt ein wichtiges Zeugnis jüdischer Geschichte vor Ort erhalten.
Der Arbeitskreis „Neustadt erinnert“ lädt Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, herzlich ein, an der diesjährigen Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht teilzunehmen. Die Neustädter Stadtarchivarin, Andrea Freisberg, und der Eigentümer, Marc Lecher, werden Informationen zum historischen Hintergrund vortragen. Das Schlusswort wird Bürgermeister Thomas Groll halten. Der Abend wird durch eine Gesangseinlage von Kerstin Richter-Broska bereichert.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 8. November 2026 um 18:30 Uhr im Hof vor dem Gebäude Burgasse 10 in Momberg (Stadtteil von Neustadt (Hessen)) statt. Parkmöglichkeiten finden Sie in der unmittelbaren Umgebung.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und laden alle Interessierten ein, gemeinsam innezuhalten und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Andrea Freisberg (Stadtarchivarin) - für den Arbeitskreis "Neustadt erinnert"