Fahrplan für den Neubau des Feuerwehrhauses | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Fahrplan für den Neubau des Feuerwehrhauses

Aufgrund der einschlägigen Richtlinien und der Vorgaben des Technischen Prüfdienstes, der Unfallkasse Hessen und der Brandschutzaufsicht des Landkreises entspricht das Feuerwehrhaus in der Neustädter Kernstadt nicht den heute gültigen Standards.

Das Gebäude wurde 1982 errichtet. Beispielsweise sind die Umkleiden zu klein, eine Geschlechtertrennung ist nicht gegeben. Die vorgeschriebene Schwarz-Weiß-Trennung fehlt ebenso wie Abluftanlagen in der Fahrzeughalle. Die Zahl der Stellplätze ist zu gering und es fehlen Parkplätze für die Feuerwehrleute.

Daher fiel 2024 der Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines neuen Gebäudes. Hierzu wird eine Grundfläche von mindestens 4.000 qm benötigt. Aktuell rechnet man anhand des Baukostenindex mit Kosten von etwa 6,3 Mio. Euro.

Es sollen fünf Stellplätze entstehen. Das Sozialgebäude wird zweigeschossig sein.

Bürgermeister Thomas Groll ist es wichtig, die Wehrführung und den Stadtbrandinspektor in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

2024 wurde darüber diskutiert, ob das Gebäude auf dem Festplatz in der Lehmkaute oder auf dem Hartplatz der ehemaligen Kaserne errichtet werden soll, wo auch der neue Kindergarten seinen Platz findet.

Rechtlich wären beide Standorte umsetzbar. Beim Standort Festplatz, der etwa 11.000 qm groß ist, wären allerdings gegenwärtig mehr Atemschutzgeräteträger in kürzerer Zeit vor Ort.

In einem Gespräch mit Stadtbrandinspektor Frank Bielert teilte der Bürgermeister mit, dass der Förderantrag für den Neubau im September 2027 eingereicht werden soll. Die Kommune hofft auf etwa 10 % Förderung durch das Land.

Der Baubeginn ist für 2029 und die Fertigstellung für 2031 vorgesehen. Dem Bürgermeister ist wichtig, zunächst den Kindergarten fertigzustellen, um nicht zwei Millionenprojekte nebeneinander abzuwickeln.

Dieser Kurs wird von der Wehr und der Brandschutzaufsicht mitgetragen.

Nach Konstituierung der kommunalen Gremien sollen noch einmal Feuerwehrhäuser in Herbstein und bei Helmstedt besucht werden. Diese wurden innerhalb der letzten fünf Jahre errichtet und weisen eine vergleichbare Größe auf. Das Gebäude in Niedersachsen wurde von einem Generalunternehmer errichtet, hierzu möchte der Magistrat nähere Erkenntnisse gewinnen.

Gemäß einem Ausspruch Winston Churchills, dass man eine getroffene Entscheidung vor der Umsetzung eines Vorhabens nochmals hinterfragen soll, möchte Thomas Groll im Verlauf der nächsten Monate nochmals über die bisherige Standortentscheidung ergebnisoffen nachdenken. Dies hatte er bereits bei seiner Haushaltsrede im Februar 2026 ausgeführt. Er zeigte sich seinerzeit fragend, ob Kirmes und Feuerwehrhaus wirklich harmonieren. Auch gab er zu bedenken, dass er ins Auge gefasste Standort keine Erweiterung zuließe.

Stadtbrandinspektor Frank Bielert hatte das Thema „Standort“ in seinem Jahresbericht bei der gemeinsamen Dienstversammlung der Neustädter Wehren ebenfalls angesprochen. Er regte dabei an, über eine dritte Alternative, nämlich einen gänzlich anderen Standort, nachzudenken. Auch diese Überlegung, so Thomas Groll, solle in die weitere Prüfung einbezogen werden.